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Neukirchener Kalender

Montag, 19. November 2018

Ein Ochse kennt seinen Herrn und ein Esel die Krippe seines Herrn; aber Israel kennt's nicht, und mein Volk versteht's nicht. (Jesaja 1,3)

In den Weihnachtskrippen im nächsten Monat dürfen "Ochs' und Esel" natürlich nicht fehlen. Dabei haben die beiden so viel mit dem Christfest zu tun wie unser ganzes Leben, nämlich alles und nichts. Der Prophet Jesaja hatte in der Zeit von 736 bis 701 v. Chr. dem jüdischen Volk Gottes Wort zu sagen. Ochse und Esel macht Gott zum Vorbild, weil Haustiere instinktiv wissen, wo sie hingehören. Aber so einen Riecher haben wir Menschen eben nicht. Deshalb suchen wir in den eigenen vier Wänden Geborgenheit, in Absicherungen einen Halt für ungewisse Zeiten und in einflussreichen Bekannten jemanden, der uns helfen kann. Nichts dagegen, aber der Herr des Lebens ist ein anderer, und unsere Krippe steht woanders. Denn Gott will ja seinem Volk alles sein. Trümmer (V. 7) spiegeln die zerbrochene Beziehung zu Gott. Aber die Hoffnung, so klein wie ein Häuslein im Weinberg (V. 8) oder ein Baby in einer Krippe, kann alles ändern. (M-N)

Stallkunde

"Den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Ochs' noch Esel auf." Der Spruch stammt möglicherweise von August Bebel. Als Erich Honecker 1989 den Poem flott zitierte, lachten sich die Leute schief. Statt der zerrütteten Wirklichkeit ins Auge zu sehen, schwelgten die Herrschaften immer noch in hohlen Parolen. Das Volk lief dem "Lauf des Sozialismus" längst davon oder auf den Straßen protestierend entgegen.

Kein Wunder, denn auch in der Bibel sind "Ochs' und Esel" eben nicht die letzten Deppen, sondern die Ersten, die kapieren, worauf es im Leben ankommt: auf den Einen! - Ich fand das eigentlich auch nie tragisch, dass unsere Krippenfiguren aus Ton nur mit einem Esel bestückt sind, aber nicht mit einem Ochsen; der sollte irgendwann nachgeliefert werden, wurde er aber nicht. Sobald wir erahnen und erleben, dass das Kind der Maria die Mitte ist, braucht uns auch keiner mit Ochsenschwanz oder Eselsohr zu winken.

Tipp:

LESETIPP:
Stephen Cottrell: Weihnachten am brennenden Dornbusch. 11 biblische Personen erzählen. 143 S., geb., 14,99 € (Neukirchener Aussaat). - Viele meinen, die Weihnachtsgeschichte durch und durch zu kennen. Aber Bischof Stephen Cottrell erzählt aus den Perspektiven verschiedener biblischer Figuren, die nicht im klassischen Krippenspiel vorkommen, und lässt auf diese Weise neue Seiten einer bekannten Geschichte aufleben.

Bibellese:

Lied:

Jesu, geh voran
[EG 391 GL 522 ErG 690]



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