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Neukirchener Kalender

Samstag, 23. September 2017

Meint ihr, dass die achtzehn, auf die der Turm in Siloah fiel und erschlug sie, schuldiger gewesen sind als alle andern Menschen? (Lukas 13,4)

Jesus weiß, was die denken, die ihm diese grausigen Ereignisse berichten: Die Getöteten müssen besonders krasse Sünder gewesen sein, dass sie so sterben mussten. Eigentlich sind sie doch selbst an ihrem Unglück schuld! Besteht nicht zwischen dem Tun und dem Ergehen ein klarer Zusammenhang? Jesus verwehrt uns solche Fragen. Aus der Zuschauer-Distanz heraus über mögliche Zusammenhänge von Schuld und Schicksal anderer zu urteilen, steht uns nicht an. Die Festpilger aus Galiläa, die Pilatus umbringen ließ, sind ebenso ein Zeichen wie die Toten, die in Jerusalem von einem Turm erschlagen wurden. Für uns sind sie ein Appell, mit dem Gott uns zur Umkehr bewegen möchte. Statt uns von der unfruchtbaren Frage nach dem Warum fesseln zu lassen, sollen wir im Glauben auf ihn hin leben und in der Liebe dem Nächsten in Not und Gefahr beistehen. (B-T)

Vorwurf verworfen

Vor einiger Zeit lernte ich eine alte Dame kennen. Sie hatte kein leichtes Leben gehabt. Ihr Mann war bei einem Unglück im Bergbau ums Leben gekommen. Wenig später war der einzige Sohn Opfer eines Unfalls geworden. Jahrelang hatte sie mit Gott gehadert und sich in ihre Arbeit in der Verwaltung eines Betriebs geflüchtet. Warum war ihr dieser doppelte Schmerz widerfahren?

Doch dann half ihr eine Predigt am Buß-und Bettag über den heutigen Bibeltext, aus der Fixierung auf ihr Leid herauszukommen. Sie begann, sich mit anderen Frauen in der Gemeinde um kinderreiche Familien zu kümmern. Nun im Alter von 87 Jahren war ihr das nicht mehr möglich. Doch in der Fürbitte begleitete sie die Frauen, die heute die Arbeit fortsetzten, die ihr so ans Herz gewachsen ist.

Tipp:

LESETIPP:
Rainer Haak: Auch im Abschied bleibt die Liebe. 112 S., geb., s/w Abb., 9,99 € (Gerth Medien). - Ein lieber Mensch ist nicht mehr da. Die Trauer scheint unendlich groß und schneidet tief ins Herz. Dieses Buch begleitet durch die schwere Zeit. Es kann wie eine kleine Schatzkiste verstanden werden - gefüllt mit Gedanken und inneren Bildern, die uns in dieser schweren Zeit begleiten. Es hilft beim Trauern, Loslassen und zeigt, was bleibt.

Bibellese:

Lied:

Gib Frieden, Herr, gib Frieden
[EG 430 GL (578) ErG 827]



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