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Neukirchener Kalender

Freitag, 19. Juli 2019

Vertrage dich mit deinem Widersacher sogleich, solange du noch mit ihm auf dem Weg bist. (Mt 5,25)

Es ist nie zu früh, sich zu vertragen! Denn unser Leben kennt viele Konflikte. Man ist mit jemand anderem unterschiedlicher Meinung. Das kommt vor. Doch wenn es dann zum Streit kommt und eine Kleinigkeit den Konflikt eskalieren lässt, gibt es manchmal nur noch den Weg zum Gericht. Wenn einer den ersten Schritt auf den andern zu tun würde, könnte der Termin dort ausfallen. So hat sich Gott das auch mit uns gedacht! Das Kreuz, an dem Jesus sogar für unsere oft nachtragende und unverträgliche Art starb, ist der Kommentar zu diesem Beispiel aus der Bergpredigt. Gott lässt Gnade vor Recht ergehen, weil Jesus unsere Schuld mit seinem Leben bezahlt hat. So wird uns vergeben, ohne Urteil. Zwischen uns und Gott steht jetzt nichts mehr. Jesus hat Frieden gemacht. Wer diesen Herrn im Herzen hat, kann und soll sich auch mit seinem Gegner versöhnen. Es ist nie zu spät, sich zu vertragen und Gottes Liebe zu verschenken. (W-B)

Noch nicht

Es gibt Erlebnisse als Pfarrer, die vergisst man nicht. Für mich gehört ein Hausabendmahl dazu. Eine schwerkranke 71-jährige Frau spürt, dass es mit ihr zu Ende geht. Sie hat den Wunsch, mit ihrer Familie noch einmal das Heilige Abendmahl zu feiern. Ich erfülle ihr gern diese Bitte, halte eine kurze Andacht, bete und segne Brot und Wein mit dem Kreuzeszeichen. Nach dem gemeinsamen Vaterunser will ich mit der Austeilung beginnen. Doch die Todkranke hindert mich daran: „Noch nicht, Herr Pfarrer! Da muss erst noch etwas bereinigt werden.“ Und dann entschuldigt sie sich vor ihrer ganzen Familie bei ihrer Tochter für etwas, was sie ihr vor vielen Jahren angetan hat. Die Tochter beginnt zu weinen, fällt der Mutter um den Hals und bittet sie ebenfalls um Vergebung. Erst jetzt darf ich allen Brot und Wein reichen. Ich habe bei Abendmahlsfeiern den Frieden Gottes selten so deutlich gespürt wie damals.

Tipp:

LESETIPP:
Beate M. Weingardt: Das verzeih‘ ich dir (nie)! Kränkungen überwinden, Beziehungen erneuern. 176 S., geb., 12,95 € (SCM R.Brockhaus). – Manchmal fällt Vergeben besonders schwer bei Menschen, die uns nahestehen. Wie kann man verhindern, von Wut, Schmerz, Hass oder tiefer Verunsicherung zerfressen zu werden? Die Autorin erklärt praxisnahe Schritte, damit wir versöhnt und in Frieden mit uns selbst, unserem Nächsten und mit Gott leben können.

Bibellese:

Lied:

Liebe, die du mich zum Bilde
[EG 401 GL 362 ErG (662)]



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