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Neukirchener Kalender

Samstag, 19. Januar 2019

Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reiche. (1Mose 11,4)

Der Turmbau zu Babel: eine Geschichte von Sünde und Strafe? Sie ist ein Lehrstück vom Segen der Vielfalt! Der Traum, dass alle Menschen sich verstehen, ist ja nicht schlecht. Der Drang, einen Überblick über das Ganze oder einen Einblick in die tiefsten Rätsel des Daseins zu gewinnen und dabei sogar an das Geheimnis Gottes zu rühren, ist nicht verwerflich. Der Wettbewerb der Metropolen um Gebäude, besondere Ereignisse und einen guten Ruf ist an sich nicht böse. Diese Beweggründe sind – wie neuerdings die Digitalisierung – menschenmöglich und können Menschen dienlich sein. Aber sie drohen, totalitär zu werden, und brauchen Gegenkräfte: Sprachenvielfalt und eine fremdsprachenfreundliche Schule, Vielfalt der Kulturen und einen bildungsfördernden Tourismus, Wertschätzung der weiten Welt und die Erweckung von Forschergeist. Mit der Vielfalt mutet Gott uns etwas zu – zu unserem Schutz! (E-H)

Große Töne

Babel ist der Inbegriff einer gottlosen Stadt: „Sündenbabel“! Diese Vorstellung speist sich nicht nur aus der Erzählung vom Turmbau, sondern auch aus der Zeit der Umsiedlung der Judäer nach Babylon. In der Epoche des römischen Weltreichs haben Judentum und frühe Christenheit dieses Bild auf die Stadt Rom übertragen, von der Gewalt, Unterdrückung und Verfolgung ausgingen: „Hure Babylon“! Ironie der Geschichte, dass Rom zu einer Welthauptstadt des Christentums wurde – mit viel Glanz und viel Elend. Eine Ironie der Geschichte mag man auch darin erblicken, dass nicht weniger als drei Ortschaften in Deutschland den stolzen Namen Rom tragen – zwei davon mit nur zehn oder zwanzig Bewohnern! Einen Sinn für Ironie verriet ja schon der Erzähler der Geschichte vom Turmbau: Um die Stadt und ihren Turm, dessen Spitze bis an den Himmel reichen sollte, überhaupt sehen zu können, musste der Herr „herniederfahren“.

Tipp:

LESETIPP:
Katharina Schridde: mittendrin. Auf Gottes Spuren in der Großstadt. 192 S., geb., 19,99 € (Herder). – Katharina Schridde ist mittendrin im Leben. Die Berliner Seelsorgerin erzählt bewegende Geschichten von Menschen, die Schlimmes erlebt haben. Wie können Christen ihnen ehrlich begegnen und von ihrer Hoffnung reden, ohne sich aufzudrängen? Eine Spurensuche nach Gott in der oft harten Wirklichkeit der Großstadt.

Bibellese:

Lied:

Strahlen brechen viele
[EG 268 GL (207) ErG (794)]



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