23.06.2026
Berlin bleibt sozial – und wir stehen dafür ein.
Heute haben Mitarbeitende des Paul Gerhardt Werks an der Kundgebung des Bündnisses „Berlin bleibt sozial“ vor dem Roten Rathaus teilgenommen. Gemeinsam mit vielen anderen Trägern, Initiativen und engagierten Bürgerinnen und Bürgern haben sie ein Zeichen für soziale Gerechtigkeit und den Erhalt einer leistungsfähigen sozialen Infrastruktur gesetzt.
Als Träger der Kinder- und Jugendhilfe erleben wir seit geraumer Zeit mit Sorge, dass der finanzielle Druck auf Städte und Kommunen wächst. Gleichzeitig beobachten wir in der Praxis, dass Leistungsansprüche von Kindern, Jugendlichen und Familien immer häufiger nur eingeschränkt umgesetzt werden. Nicht selten werden bestehende Ermessensspielräume genutzt, um Hilfen zu begrenzen, zu verkürzen oder gar nicht erst einzuleiten. Besonders betroffen sind häufig junge Menschen mit komplexen Unterstützungsbedarfen – darunter auch unbegleitete minderjährige Geflüchtete.
Die Mitarbeitenden des PGW erleben täglich, wie wichtig verlässliche Hilfen, individuelle Förderung und eine sorgfältige Hilfeplanung für die Entwicklung junger Menschen sind. Wo notwendige Unterstützung ausbleibt, entstehen langfristig oft höhere gesellschaftliche Kosten – vor allem aber werden Chancen auf Teilhabe, Bildung und ein selbstbestimmtes Leben eingeschränkt.
Für uns gilt deshalb weiterhin:
Jeder junge Mensch hat ein Recht auf die Unterstützung, die er oder sie benötigt – unabhängig von Haushaltslagen und Sparzwängen.
Das Paul Gerhardt Werk steht für eine Kinder- und Jugendhilfe, die sich an den Bedarfen der jungen Menschen orientiert und die gesetzlichen Ansprüche aus dem SGB VIII und SGB IX ernst nimmt. Wir wollen nicht tatenlos zusehen, wenn soziale Teilhabe eingeschränkt wird. Wir verstehen es als Teil unseres Auftrags, die Interessen der uns anvertrauten jungen Menschen zu vertreten und uns für gerechte Rahmenbedingungen einzusetzen.
Die heutige Teilnahme an der Kundgebung war Ausdruck dieser Haltung. Wir danken allen Mitarbeitenden, die sich engagiert haben, und allen Bündnispartnern, die sich gemeinsam für ein soziales Berlin einsetzen.
Berlin bleibt sozial – wenn wir gemeinsam dafür eintreten.
Text: Hubert Hellmann, Gesamtleitung PGW


