Pressemitteilung

17.04.2026

Weniger Wasser, mehr Teamgeist – Wie unsere Wohngruppe den Hahn zudreht und trotzdem Spaß hat!

Wir haben es nicht geschafft: Unsere Wohngruppe hat den Wasserverbrauch im Vergleich zum letzten Jahr nicht mehr senken können! Dazu muss man sagen, dass wir einen Durchschnittsverbrauch eines 5-Kopf-Haushalts haben. Und wir sind 8 Personen. Wir sind es trotzdem angegangen, obwohl die Herausforderungen kaum größer hätten sein können.

Die Ausgangslage war alles andere als ideal. Eine Klospülung, die sich eher wie ein Springbrunnen benahm, als wie ein sparsames Sanitärwunder. Berge von Trainingswäsche, die gefühlt täglich gewaschen werden mussten. Und dann auch noch der Außenpool für die Kids, der bei warmem Wetter natürlich heiß begehrt war. Die Pumpe hat den Geist aufgegeben und er musste zweimal neu befüllt werden. Unser Obst, Gemüse und die Kräuter hatten auch ständig Durst. Wasser sparen unter diesen Umständen? Klingt fast wie ein schlechter Witz.

Anstatt den Kopf in den Sand zu stecken (und dabei womöglich noch Sand wegzuspülen), haben wir unseren Alltag unter die Lupe genommen. Der Wasserhahn lief plötzlich nicht mehr „einfach so nebenbei“, sondern wurde bewusst genutzt. Duschen wurden kürzer – nicht unbedingt leiser, aber definitiv effizienter. Und beim Zähneputzen blieb das Wasser aus, auch wenn dabei die eine oder andere Zahnpastaschlacht ausgefochten wurde. Selbst unsere „Problem-Klospülung“ wurde nicht zur Ausrede, sondern eher zum Running Gag – und gleichzeitig zum Ansporn, an anderer Stelle besonders achtsam zu sein.

Teamwork macht den Unterschied

Was wirklich bemerkenswert ist, war unser Teamgeist. Jeder hat mitgezogen. Ob groß oder klein – alle haben verstanden, dass jeder Tropfen zählt. Und ganz nebenbei hat sich ein kleiner Wettbewerb entwickelt: Wer schafft es, noch sparsamer zu sein? Wer erinnert die anderen am häufigsten daran, das Wasser abzudrehen?

Der Blick nach vorne: Regen statt Leitung

Und weil wir noch lange nicht genug haben, geht es direkt weiter mit den nächsten Ideen. Unser neuer Plan: Wassertonnen für den Garten! Statt wertvolles Trinkwasser zu verwenden, wollen wir künftig Regenwasser sammeln und damit unsere Beete gießen.
Das ist nicht nur umweltfreundlich, sondern macht uns auch ein Stück unabhängiger – und ganz ehrlich: Es hat doch etwas ziemlich Cooles, wenn der nächste Regenschauer nicht nur nasse Schuhe, sondern auch volle Gießkannen bedeutet.

Fazit: Sparen kann Spaß machen

Unsere Erfahrung zeigt: Wasser sparen ist keine lästige Pflicht, sondern kann richtig Spaß machen – vor allem, wenn man es gemeinsam angeht. Mit ein bisschen Kreativität, Humor und Zusammenhalt lassen sich selbst schwierige Bedingungen meistern.
Und wer weiß? Vielleicht knacken wir nächstes Jahr ja unseren eigenen Rekord. Die Klospülung arbeitet zwar noch an ihrer Karriere als Wasserfall, aber wir sind bereit. Der Umwelt zuliebe – und mit einem Augenzwinkern.

Text: Manuela Jastram, Kinderwohnen Köpenick